Bereich: Diele, Treppenhaus

Oft stehen im Flur viel zu viele Möbel. Dabei braucht man gerade dort ausreichend Platz und Abstellmöglichkeiten. Ein Stuhl ist z.B. sehr praktisch, damit die Schuhe bequem an und ausgezogen werden können.

1. Bodenbelag

Grundsätzlich sollten die Bodenbeläge rutschhemmend und schwellenlose sein. Nicht selten sind zahlreiche Teppiche so verlegt, dass sie große Gefahrenquellen darstellen.

2. Spiegel

Empfohlen wird ein bis zum Boden reichender Spiegel. Damit ist eine Nutzung sowohl für den Rollstuhlfahrer als auch für den Menschen ohne Behinderung im Stehen und Sitzen nutzbar.

3. Windfang

Besonders ältere und behinderte Menschen haben ein höheres Wärmebedürfnis. Somit muss der Eingangsbereich durch einen entsprechenden Windfang von der restlichen Wohnung abgetrennt werden. Die empfohlenen Masse zeigt die nebenstehende Abbildung.

4. Ablagemöglichkeit

Neben der Haustür sollten sich Ablagemöglichkeiten für evtl. Gehhilfen, Schlüssel, Brille, etc. befinden. Damit die Gehhilfen nicht umfallen, kann eine entsprechende Ausformung der Ablage vorgenommen werden. Das nebenstehende Foto einer Theke mit Ablagefunktion für die Gehhilfe zeigt, dass auch kleine Lösungen sehr effizient sein können.


Damit Briefe nicht vom Boden aufgehoben werden müssen, kann eine Briefkastenablage angebracht werden – eine sinnvolle Einrichtung für jeden Menschen.

5. Garderobe

Empfohlen wird eine Garderobe, die auch vom Rollstuhlfahrer oder Kleinwüchsigen leicht zu erreichen ist. Entsprechende Systeme werden von zahlreichen Herstellern bereits angeboten.

6. Treppen

Sollten sich Treppen nicht vermeiden lassen, muss es sich um Setzstufen bzw. Blockstufen (Höhe zwischen 14-20 cm – abhängig von Tiefe der Setzstufe) Stufenunterschneidungen, wie in dem Negativbeispiel (Abb. links), sind unzulässig,
Darüber hinaus wird empfohlen, die Treppe mit Stufenvorderkantenmarkierungen und Aufmerksamkeitsfeldern vor Treppebeginn und am Ende auszustatten.

An den Treppen sind beidseitige Handläufe mit 3 cm bis 4,5 cm Durchmesser anzubringen. Die Handläufe müssen in 85-90 cm Höhe angebracht werden und 30 cm waagerecht über den Anfang und das Ende der Treppe hinausragen. Anfang und Ende des Treppenlaufes sind rechtzeitig und deutlich erkennbar zu machen, z.B. durch taktile Hilfen an den Handläufen.

7. Treppenhaus

Für Treppen, die über mehrere Etagen reichen, sollten zusätzliche Ruheplätze (Sitzgelegenheit) vorgesehen werden. Neben einer ausreichenden Beleuchtung (keine Schlagschatten) muss auch bei dem Einsatz von Bewegungsmeldern darauf geachtet werden, dass das Zeitintervall ausreicht, um das Treppenhaus zu durchqueren.

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19.10.2017 in Köln

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