Bereich: Schlafraum

In einem barrierefreien Wohnumfeld muss der Schlafraum - aufgrund der möglich langen Verweildauer - auch als Aufenthaltsraum angesehen werden. Wohnbehaglichkeit, die eine schmeichelnde Atmosphäre und ein kuscheliges Raumgefühl vermittelt, sucht man häufig beim Schlafraum vergebens.

1. Bewegungsfläche

Die Bewegungsfläche muss 150 cm Tiefe entlang der Betteinstiegsseite des Rollstuhlbenutzers sein. Idealerweise sollte das Bett von mehreren Seiten zugänglich sein. Für Nicht-Rollstuhlbenutzer beträgt die Bewegungsfläche eine Breite von 120 cm entlang der Bettlängsseite. Die übrigen Bewegungsflächen vor Betten sowie die Bewegungsflächen vor Schränken und Kommoden müssen mindestens 90 cm tief sein – idealer sind jedoch auch hier 120 cm für Rollstuhlfahrer bzw. 150 cm bei frontaler Anfahrt.

2. Betthöhe

Die Liegeflächen des Bettes sind in einer Höhe zu gestalten, die ein bequemes Nutzen ermöglicht. Im Allgemeinen sollte das Bett über eine Oberkante von nicht höher als 55 cm incl. Auflage verfügen. Das Bett sollte nach individuellen Bedürfnissen gegebenenfalls mit einer Aufrichthilfe, besonderen Matratzen, Vibrationswecker oder Sicherungsgitter ausgestattet sein.

3. Erreichbarkeit

Wichtig ist ein Lichtschalter, den Sie vom Bett aus auch im Dunkeln leicht erreichen können. Ebenfalls in bequemer Reichweite ist eine genügend große Ablage mit Telefon unerlässlich.

4. Zusatzheizung

Besonders der individuelle Wärmebedarf muss bei bestimmten Behinderungen oder Einschränkungen für 365 Tage im Jahr erfüllt sein. Dies erfordert oft eine Zusatzheizung.

5. Allergiefreie Materialien

Es sollten nur reizarme Materialien verwendet werden, um Allergien vorzubeugen.

6. Schrankausstattungen

Empfohlen werden zudem Schränke mit einer ausklappbaren Kleiderstange oder besser noch begeh- und befahrbare Schränke, die zudem nicht den Eindruck einer Krankenstationseinrichtung hinterlassen. Auch auf eine ausreichende Beleuchtung des Schrankinnenraums ist zu achten.

7. Luftregulierung

Be- und Entlüftung sowie die Luftfeuchtigkeit muss kontrollierbar, bzw. beeinflussbar sein.

Aktuelles

2. Fachtagung „Barrierefrei planen & bauen“

19.10.2017 in Köln

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